indexSchon als am diesjährigen Fronleichnamstag der Königsvogel beim Schießen um die Würde des neuen Hubertus-Königs nach einem Volltreffer von Tim Nowak und sofortiger Proklamation durch Präsident und Major Michael Schmidt von der Vogelstange fiel, stand fest, dass Tim I. mit seiner Krönung zum Hubertus-Fest als jüngster Regent des über 200-köpfigen St. Hubertus-Schützen-Korps Holzheim in die Annalen eingeht. Der nun 20-jährige, sympatische Architekturstudent – beim Königsschuss war er noch neunzehn – entstammt dem Hubertus-Zug „Holzheimer Frischlinge“ und ist neben seiner sportlichen Betätigung als Torwart in den Reihen der HSG, für die er auch schon jahrelang und in jungen Jahren das „HSGEcho“ herausgegeben hat, sehr kultur- und kunstinteressiert. Eine Vorliebe hat er für den Surrealismus und den Expressionismus und widmet sich aber auch selbst erfolgreich der abstrakten Malerei. Der Spross aus den Schützenfamilien Nowak und Büchel ist auch bekennender Schalke-Fan, was von seinen Schützenfreunden aus den „Frischlingen“, die wiederum einen köstlichen Programmpunkt des Abends servierten, zum Anlass genommen wurde, ihn in ein „verbotenes, gelb-schwarzes“ Trikot von Borussia Dortmund zu stecken und ein Elfmeterschießen zwischen einer Prominenten-Mannschaft aus Ehrengästen und einer Frischlinge-Auswahl überstehen zu lassen. Aber auch diese Aufgabe löste Tim mit Bravour!

Zur Seite steht ihm mit Hannah Schmitz, die ebenfalls ein überdurchschnittliches Abitur hingelegt hat, eine junge, charmante Königin, die ihn nun durch sein bestimmt abwechslungsreiches Königsjahr hindurch begleitet. Vor der offiziellen Krönung der Beiden samstags in der vollbesetzten Holzheimer Mehrzweckhalle und einer herzlichen Begrüßung der Ehrengäste mit dem Holzheimer Schützenkönigspaar Klaus I. und Claudia Wilms an der Spitze sowie aller übrigen Anwesenden bedankte sich Präsident und Major Michael Schmidt aber erst ausdrücklich beim scheidenden Hubertus-Königspaar Helmut und Gisela Schmitz, die auf ein Regierungsjahr voller schützenfestlicher Höhepunkte zurückblicken könnten. Mit der nun amtierenden Hubertus-Königin Hannah sei aber die Namensgleichheit „Schmitz aus rheinischem Uradel“ eher zufällig. Helmut Schmitz könne sich ab sofort wieder ganz der Arbeit im Vorstand des St. Hubertus-Korps widmen, die er aber auch ohnehin im Jahr seiner Regentschaft nicht vernachlässigt hätte.
Nach dem Ehrentanz der Königspaare zeichnete Schmidt Schützenkönig Klaus I. Wilms mit der Goldenen Ehrennadel des St. Hubertus-Schützen-Korps aus. Für besondere Verdienste um das Hubertus-Korps erhielten Holger Nowak und Daniel Schornstein die Silberne Ehrennadel. Dem nun 90-jährigen Josef Speidel wurde das Ehrenabzeichen des Korps für ehemalige Hubertus-Könige überreicht. Die Ausgezeichneten erhielten viel anerkennenden Beifall. Nach dem kräftigen Imbiss mit Hausmacher Blut- und Leberwurst zeigte die Show- und Tanz-Band „MIKADO“ ihr ganzes Können bis tief in die Nacht.

Am Sonntagmorgen wurde unter musikalischer Begleitung des wieder erstarkten St. Hubertus-Fanfarenkorps (Bericht folgt im nächsten Heft) und des Musikvereins Holzheim am Ehrenmal ein Kranz für die verstorbenen Mitglieder des Korps niedergelegt. Kaplan Josi Peter zelebrierte mit großer Schützenbeteiligung in der Pfarrkirche St. Martinus eine würdige Festmesse, in der noch einmal besonders das Leben und die Werte des Hl. Hubertus, den sich das Im proppevollen Pfarrsaal begann danach das familiäre Zusammensein der Hubertus-Schützen bei Schlachtplatte, Erbsensuppe sowie Kaffee und Kuchen. Im Tagesverlauf wurden die Schießergebnisse des Korpsschießens bekannt gegeben, bei dem sich der Fahnenzug „Freiwild“ besonders hervor getan hatte. Am späten Nachmittag gab es ein eindeutiges Résumé:
An Tagen wie diesen!